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PEaS: Implementierung im 2. Berliner Bezirk: in Reinickendorf

Die erfolgreiche Umsetzung und Verstetigung von PEaS im Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat gezeigt, dass PEaS die Bedürfnisse von Eltern genau getroffen hat. Betrachtet man die Evaluationsergebnisse der FU Berlin stellt man fest, dass Eltern nicht nur einen großen Bedarf an Informationen haben, sondern dass vor allem die Frage: „Wie kommuniziere ich mit meinem Kind auch schwierige Themen – besonders in der aufregenden Phase der Pubertät?“ Eltern beschäftigt. Diese und andere Fragestellungen werden von PEaS aufgegriffen und mit Eltern bearbeitet, diskutiert und ganz praktisch geübt. Eltern werden ermutigt, neue Strategien auszuprobieren und ihr Lebensumfeld sowie die Schule ihres Kindes aktiv mitzugestalten. Um möglichst viele Menschen zu erreichen basiert PEaS auf dem bewährten -Peer- Eltern Ansatz, bei dem Eltern ihr Wissen an andere Eltern weitergeben.

Um diese nachhaltige strukturgestaltende Maßnahme auch anderen Bezirken zugänglich zu machen, wird das suchtpräventive Elternbildungsprogramm PEaS als Kooperationsprojekt der AOK Nordost  - Die Gesundheitskasse und der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin seit dem Schuljahr 2011/2012 auch im Berliner Bezirk Reinickendorf umgesetzt - analog zum Konzept auch dort in drei Phasen. Anschließend gilt das Programm als implementiert und wird ein fester Bestandteil der suchtpräventiven Elternarbeit an Schule in Reinickendorf sein.
Die Entscheidung, PEaS nach Reinickendorf zu bringen, beruht auf der Tatsache, dass es aktuell in Reinickendorf die meisten Krankenhauseinweisungen von Kindern und Jugendlichen aufgrund von Alkoholintoxikation gibt. Um der hohen Rate junger Alkoholkonsument/innen zu begegnen, setzen Bezirkspolitiker, die Senatsverwaltung für Bildung, sowie die Initiatoren von PEaS auf dieses suchtpräventive Programm, das Eltern als Akteure in die Suchtpräventionsarbeit einbezieht. Die Umsetzung der PEaS-Elternkurse erfolgt in den ersten beiden Programmphasen durch die Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin in Kooperation mit der Drogenberatung Nord (Stiftung SPI), den Elternkreisen Berlin-Brandenburg sowie dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst Reinickendorf.

Gemeinsam mit dem Stadtrat für Gesundheit und Soziales, Andreas Höhne, der Suchthilfekoordinatorin des Bezirkes, Ilka Grafschmidt, der Referatsleitung Schulaufsicht, Jürgen Gutheil, und der Leiterin des Jugendamtes, Marianne Desens, wurden die Grundschulen für die Phase I und Phase II ausgewählt.

Beteiligt sind im Schuljahr 2011/2012:

• Ellef-Ringnes-Grundschule
• Hannah-Höch-Schule
• Herrmann-Schulz-Grundschule

Im Schuljahr 2012/2013 kommen hinzu:

• Grundschule in den Rollbergen
• Grundschule am Schäfersee
• Reginhard-Grundschule

Zur PEaS-Startkonferenz am 31. August 2011 kamen Initiatoren, Schulen, Unterstützer/innen und kooperierende Einrichtungen zusammen, um den Startschuss für die Umsetzung im Bezirk zu geben. Den beteiligten Schulen wurde dabei feierlich die PEaS-Urkunde verliehen sowie ein Handbuch überreicht.

Aktuell werden an der Ellef-Ringnes-Grundschule, der Hannah-Höch-Schule und der Herrmann-Schulz-Grundschule Eltern für das Programm PEaS geworben und Kurstermine geplant. Wir freuen uns sehr über das große Interesse und dass der Gedanke von PEaS – Eltern in die suchtpräventive Arbeit und die Gestaltung des Lebensraums Schule einzubeziehen –auch im Bezirk Reinickendorf Anklang findet.

Kontakt:
Inga Bensieck,
bensieck@padev.de
Kerstin Wisniewska, wisniewska@padev.de

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