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„Diese Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband

Die Fachstelle für Suchtprävention Berlin ist

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Jugendfilmtage Alkohol - Kenn Dein Limit
Tabakprävention

Aktuelle Informationen

Forderung eines Rauchverbots in Autos mit Kindern 

Stellungnahme der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin - Erarbeitet von der Kommission Kinderschutz der DAKJ (Stand: 25.01.2016)

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Passivrauchbelastung und schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken von Kindern und Jugendlichen. Aus präventiver kinder- und jugendmedizinischer Sicht aber auch unter dem Aspekt des Kinder- und Jugendschutzes sind vielfältige Maßnahmen zur Reduktion dieses Risikos dringend erforderlich. Als einfache, in diesem Bereich hocheffektive und schnell umzusetzende Maßnahme fordern die unterzeichnenden Fachgesellschaften der Kinder- und Jugendmedizin und des Kinderschutzes ein strafbewehrtes Rauchverbot, wenn Kinder und Jugendliche im Fahrzeug sind. Sie unterstützen damit die Forderung der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler, der Bundesärztekammer und des Deutschen Krebsforschungszentrums. Aufgrund der hohen Konzentration zahlreicher teils krebserzeugender Toxine ist Rauchen im Fahrzeug als Gefährdung des Kindeswohls und schwerwiegendes Risiko für die Gesundheit von Kindern anzusehen. Langfristig sind über das o.g. Autorauchverbot hinausgehende Präventions- und Interventionsmaßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Passivrauchbelastung erforderlich.

Lesen Sie die gesamte Stellungnahme hier.

 

In der im Juli 2016 gestarteten Kampagne der Drogenbeauftragten der BundesregierungFlyer_BMG_Rauchfrei_Unterwegs „rauchfrei unterwegs – du und dein Kind“ ruft sie auf:

Für jeden von uns muss klar sein: 

Wenn Kinder und Jugendliche im Auto sitzen, dann bleibt die Zigarette aus! Deshalb rief die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, gemeinsam mit vielen Partnern, "rauchfrei unterwegs – du und dein Kind" ins Leben. 

Die meisten Raucherinnen und Raucher verzichten schon heute auf die Zigarette im Auto, wenn Kinder dabei sind.

Wir wollen, dass in Zukunft alle Kinder rauchfrei unterwegs sind! Mit der Kampagne „rauchfrei unterwegs“ ruft die Drogenbeauftragte der Bundesregierung auf zur rauchfreien Fahrt mit Kindern und Jugendlichen. 

Mehr Informationen zur Kampagne finden Sie hier.

 

Weltnichtrauchertag 2016 – Get ready for plain packaging

Plain Packaging Card

Get ready for plain packaging - Mach Dich bereit für die Einheitspackung, so lautet das diesjährige Motto zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai. Während in Deutschland seit dem 20. Mai 2016 u.a. neue Warnhinweis-Regelungen und Verbote von Aroma-Tabaken gelten, gibt es in Großbritannien, Irland und Frankreich bereits die Einheitspackung. Markenlogos auf Zigarettenpackungen sind dort ab sofort verboten.
Auch das Landesprogramm "Berlin qualmfrei" setzt sich in diesem Jahr für Einheits-packungen ein. Tabakschachteln nicht mehr als Werbefläche nutzen zu können, ändert das Image des Rauchens und hilft dabei, die Zahl der Rauchenden weiter zu senken. Zum Weltnichtrauchertag werden in den Berliner Bezirken Postkarten mit dem Foto einer markenfreien Zigarettenschachtel und dem entsprechendem Motto verteilt, u.a. in Bezirksämtern und anderen öffentlich zugänglichen Orten.
Die Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin setzt sich schon lange für rauch-freie Lebenswelten ein und ist 2016 Initiatorin der Berliner Aktion. Sie erhofft sich damit eine langfristige Förderung des Nichtrauchens, besonders in Familien. "Auch mit dieser Aktion setzen wir uns wieder für die Stärkung des nationalen Gesund-heitsziels „Tabakkonsum reduzieren“ ein! Dazu bedarf es einer dringenden Stärkung der Prävention. Denn diese stabilisiert und verbessert die Gesundheit der Bevölkerung, senkt teure Behandlungskosten und minimiert das Leid für Einzelne, deren Familien und die Gesellschaft", sagt Kerstin Jüngling, Geschäftsführerin der Fachstelle für Suchtprävention.
Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie hier.

 

Es braucht eine gelungene Ausgestaltung des nationalen Gesundheitsziels
„Tabakkonsum reduzieren“ für Berlin

Säulen der Drogen- und Suchtpolitik

Am 22. Februar 2016 nahm Kerstin Jüngling im Berliner Abgeordnetenhaus Stellung zum Nichtraucherschutz in Berlin. Die Anhörung im Ausschuss für Gesundheit  und Soziales fand auf Antrag der Fraktion der SPD und der Fraktion der CDU statt. Neben den bereits vorhandenen Regelungen des Nichtraucherschutzgesetzes und für eine gelungene Ausgestaltung des nationalen Gesundheitsziels „Tabakkonsum reduzieren“ für Berlin braucht es vor allem auch verhaltenspräventive Maßnahmen, um besonders Kinder und Jugendliche wirksam vor den Gesundheitsrisiken von Tabak zu schützen. Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier.

 

Tabakatlas Deutschland

Der neue Tabakatlas 2015 ist erschienen. Als Nachschlagewerk liefert er neben Daten und Fakten zum Tabakkonsum und Passivrauchen in Deutschland, detaillierte Informationen zu den gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums aber auch zu den ökonomischen Aspekten des Rauchens, die Tabakindustrie und die deutsche und internationale Tabakkontrollpolitik. Mehr dazu unter: www.tabakkontrolle.de


Risiken von E-Zigaretten und E-Shishas als Alternative zu Tabakprodukten

Als gesunde und günstige Alternative zur Tabakzigarette wird die Elektrische Zigarette von Herstellern und Händlern im Internet beworben. Seit Kurzem sind auch Varianten erhältlich, die E-Shisha, Shisha to go oder Shisha2Go genannt werden. In Aufbau und Funktionsweise sind sie nichts anderes als elektrische Zigaretten mit einem Mundstück. Verlässliche Studien über die tatsächlichen gesundheitlichen Auswirkungen beider Varianten fehlen bisher. Es gibt jedoch Hinweise, dass beim Verdampfen der sogenannten Liquids krebserregende Substanzen entstehen.

In ihrer Erscheinung sind E-Zigaretten und E-Shishas Filterzigaretten nachempfunden und simulieren mit technischen Mitteln das Rauchen. E-Shishas sind zudem meist bunt bedruckt. Verdampft wird eine Flüssigkeit (Liquid) aus 90 Prozent Propylenglykol unter Beimischung von Aromen, Ethanol, Glycerin und möglicherweise Nikotin; die genaue Zusammensetzung variiert und wird von Herstellern häufig nicht auf dem Produkt angegeben. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Deutsche Krebsforschungszentrum (dkfz) raten vom Konsum aufgrund gesundheitlicher Risiken ab (BZgA-Pressemitteilung / 27.01.2014). Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt in einer aktuellen Studie vor dem Gebrauch von E-Zigaretten, da die Dämpfe dieser Substanzen die Gesundheit von E-Rauchern beeinträchtigen können. Gefahren für Dritte seien nach derzeitigem Kenntnisstand ebenfalls nicht auszuschließen. Das Gemeinsame Giftinformationszentrum Erfurt (GGIZ) hat bereits 2008 auf die Gefährlichkeit der Kartuschen hingewiesen, da schon zwei Kartuschen mit 6 mg Inhalt für Kleinkinder tödlich wirken können.

Die Bundesregierung vertritt die Auffassung, dass E-Zigaretten und E-Shishas grundsätzlich unter das Nichtraucherschutzgesetz fallen, weil das Gesetz ein allgemeines Rauchverbot regelt ohne das "Rauchen" hiinsichtlich des Konsums bestimmter Produkte weiter differenziert werden muss. Eine gesetzliche Regelung gibt es aber noch nicht. Bisher besteht auch kein Verbot für unter 18-Jährige. Unsere Empfehlung: Der Gebrauch von E-Zigaretten und E-Shishas kann auch jetzt schon über das Hausrecht verboten werden. So untersagt beispielsweise die Deutschen Bahn in den Beförderungsbedingungen das Rauchen von E-Zigaretten in ihren Zügen.

Ausführliche Informationen über die E-Zigarette und E-Shishas finden Sie in dem  Fact Sheet des Deutschen Krebsforschungszentrum (www.dkfz.de) sowie auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.bzga.de).

Auch europaweit wird das Thema aktuell diskutiert: So finden Sie auf der Website der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürch ebenfalls eine gute Zusammenstellung von Informationen über E-Zigaretten und E-Shishas (www.suchtpraevention-zh.ch).


WHO-Empfehlung für Strategien zur Verringerung des Tabakgebrauch

Zur Verringerung des Tabakgebrauchs empfiehlt die WHO in ihrem Europäischen Rahmenkonzept „Gesundheit 2020“ folgende Strategien: Zum Einen das Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (WHO Framework Convention on Tobacco Control. Geneva, World Health Organization, 2012), zum Anderen sechs MPOWER-Strategien zur Unterstützung des Übereinkommens auf der Ebene der Länder:
  • Überwachung des Tabakkonsums und der Wirksamkeit von Präventivmaßnahmen
  • Schutz vor Exposition gegenüber Passivrauch
  • Hilfe bei der Raucherentwöhnung
  • Warnung vor den Gefahren des Tabakkonsums
  • Durchsetzung von Beschränkungen für Tabakwerbung, Verkaufsförderung und Sponsoring
  • Anhebung der Tabaksteuern

(Quelle: Rahmenkonzept und Strategie der Europäischen Region für das 21. Jahrhundert. Weltgesundheitsorganisation, 2013)


EU-Parlament beschließt neue Tabakrichtlinien

Am 26.02.2014 stimmte das EU-Parlament neuen Vorschriften zu, die Tabak weniger attraktiv für junge Menschen machen sollen. Am 14.03.2014 gab der Ministerrat seine Zustimmung. Bis spätestens 2017 müssen u.a. folgende Neuregelungen umgesetzt sein:
  • Bedeckung von 65% der Fläche der Zigarettenpackungen mit Gesundheitswarnungen, Marke unterhalb der Warnungen
  • Verbot von verharmlosenden Beschreibungen wie „mild“ oder „natürlich“
  • Verbot von Aromen wie Vanille, Schokolade etc., für Mentholzigaretten gilt eine Übergangsfrist bis 2020
  • Verbot von kleinen Packungsgrößen

Die Richtlinien umfassen auch die Regulierung von elektronischen Zigaretten:

  • Keine grundsätzliche Apothekenpflicht für E-Zigaretten, sie gelten als Arzneimittel, wenn sie eine Entwöhnungshilfe darstellen oder als Tabakerzeugnisse, wenn ihr Nikotingehalt 20 mg/ml nicht übersteigt
  • Nachfüllbare E-Zigaretten werden zugelassen
  • E-Zigaretten sollen kindersicher und mit Gesundheitswarnungen versehen sein
  • Sie unterliegen den gleichen Werbebeschränkungen wie Tabakprodukte

Regelungen zum Nichtraucherschutz

Alle Regelungen zum Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens in der Öffentlichkeit (Nichtraucherschutzgesetz NRSG) und Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Nichtraucherschutzgesetz finden Sie auf den Internetseiten der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales unter folgendem Link: http://www.berlin.de/lb/drogen-sucht/infos/



Landesprogramm "Berlin qualmfrei

Plakat Berlin qualmfrei„Berlin qualmfrei“ ist ein Berliner Landesprogramm zur Förderung des Nichtrauchens unter der Schirmherrschaft des Senators für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja. Gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern setzt sich die Fachstelle für Suchtprävention für ein Leben ohne Tabakrauch ein.
Das von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz von 2004-2007 durchgeführte Programm „Berlin qualmfrei“ wird seit Oktober 2007 von der Fachstelle für Suchtprävention Berlin weitergeführt. Der Erfahrungsbericht über die ersten drei Jahre des Landesprogramms „Berlin qualmfrei“ stellt eine nützliche Handreichung mit vielen Praxisempfehlungen dar und ist bei der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales erhältlich.
(Tel: 030 - 9028-2103, E-Mail: berlinqualmfrei@senguv.berlin.de)

Unter Publikationen: FachveröffentlichungenTagungsdokumentationen und Termine können Sie sich über Fachveröffentlichungen und Veranstaltungen im Rahmen des Landesprogramms informieren.


 

Projekte und veröffentlichungen

Neuauflage und Nachdruck von Tabakpräventions-Karten

Zum Weltnichtrauchertag 2015 haben wir unsere stark nachgefragten Infokarten zum Thema Tabak in überarbeitetem Design neu aufgelegt.

Die Ideen für die Kartenmotive sind ursprünglich im Rahmen eines Wettbewerbs für Schüler/innen der 7. bis 10. Klassen entstanden. Unter dem Motto „Nichtrauchen ist cool!“ entwarfen Jugendliche aus drei Berliner Schulen ihre Präventionsbotschaften zum Thema. Im Zentrum stand dabei der Gedanke, dass Jugendliche am besten wissen, welche Informationen sie brauchen und wie Prävention für sie ansprechend gestaltet werden kann.

Neben Tipps zum Aufhören auf der einen Karte, werden auf der zweiten Karte die Kosten für Zigaretten dem gegenüber gestellt, was sich Jugendliche für dieses Geld an beliebten Produkten kaufen könnten.

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Die Postkarten erhalten Sie in der Fachstelle für Suchtprävention oder online über das Bestellportal.


Shisha – Was Du dazu wissen solltest...Infokarte Shisha

Was sind Shishas?
Eine Shisha ist eine Wasserpfeife, die traditionell mit einem speziellen Tabakgemisch geraucht wird. Der Tabak wird mithilfe von Kohle erhitzt. Der Rauch wird durch ein mit Wasser gefülltes Gefäß gezogen und danach durch einen Schlauch eingeatmet.

Was ist drin im Shisha-Tabak?
Der Shisha-Tabak besteht aus einer speziellen Mischung aus Tabak, Glycerin und Aromastoffen, wie z.B. „Apfel“ oder „Vanille“, und wirkt dadurch harmloser.

Link zum Bestellportal

Harmlos oder Gesundheitsschädlich?
Shisha-Rauchen ist mindestens genauso schädlich und suchtgefährdend wie Zigarette-Rauchen.

  • Die Giftstoffe, die durch Verbrennen des Shisha-Tabaks und der Kohle freigesetzt werden, werden durch das Wasser definitiv nicht herausgefiltert.
  • Das Wasser in der Shisha kühlt den Rauch, so dass er sogar noch tiefer eingeatmet wird und tiefere Lungenbereiche geschädigt werden.
  • An einer Wasserpfeife zieht man zwischen 100 und 200 Mal pro Gebrauch – das entspricht in etwa 10 bis 20 Zigaretten.
  • Zusätzlich können ansteckende Krankheiten, wie Herpes, über das Mundstück übertragen werden. Wasserpfeifen-Rauch schmeckt besonders mild und wirkt deshalb ungefährlich – lass Dich nicht täuschen und chill’ doch einfach ohne!

Die Infocard zu Shisha finden Sie im Bestellportal.

 

E-Zigarette/E-Shisha – Dampf statt Rauch

Infokarte E-Zigarette/E-Shisha

Was sind E-Zigaretten/E-Shishas?
E-Zigaretten/E-Shishas bestehen aus einem Mundstück, einem Akku, einem elektrischen Vernebler und einer Wechsel-Kartusche, in der sich eine Flüssigkeit („Liquid“) befindet. Das Liquid wird beim Ziehen am Mundstück vernebelt und inhaliert. Bei vielen Modellen leuchtet dabei eine Diode (LED) am vorderen Ende auf, die das Glimmen einer Tabakzigarette imitiert. Der Konsum von E-Zigaretten/E-Shishas wird als „Dampfen“ bezeichnet.

Was sind die Risiken?
E-Zigaretten/E-Shishas können schädliche Stoffe wie Nikotin, Verneblungsmittel und Zusatz- und Aromastoffe enthalten. Je nach Inhaltsstoffen kann der Dampf schädliche Effekte wie Reizungen im Rachen, Mundraum und in der Lunge verursachen. Die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen beim Konsum von E-Zigaretten/E-Shishas sind noch unbekannt.

Zurzeit unterliegen E-Zigaretten/E-Shishas und Liquids keiner einheitlichen Regulierung oder Qualitätskontrolle. Daher kann nicht sichergestellt werden, dass tatsächlich nur die angegebenen und keine weiteren, schädlichen Inhaltsstoffe enth alten sind.

Passivrauch bei E-Produkten harmlos?
Wie sehr Passivrauch von E-Zigaretten/E-Shishas andere schädigt, ist noch schwer abzuschätzen. Sicher ist, dass die schädlichen Stoffe aus den Dämpfen auch an die Umgebung abgegeben werden.

Die Infocard zu E-Zigaretten/E-Shishas finden Sie im Bestellportal.


Kampagne "Tabakanbau ist Ausbeutung"

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BerlinQualmfrei_Ausbeutung_quer.jpg BerlinQualmfrei_Unterdrückung_quer.jpg 

Der Tabakhandel beschert global operierenden Unternehmen jedes Jahr Milliardengewinne. Doch für die Menschen in den Anbauländern ist er alles andere als ein gutes Geschäft. Die wichtigsten Tabakanbauländer sind neben China und Brasilien vor allem Entwicklungsländer, wie Malawi oder  Simbabwe, für die Tabak eine der Haupteinnahmequellen darstellt. Da die Tabakkonzerne und Plantagenbesitzer/innen zu geringe Preise zahlen, genügt das Einkommen i.d.R. nicht, um eine Familie zu ernähren. Deswegen arbeiten allein in Malawi etwa 78.000 Kinder auf den Tabakplantagen. Aber auch in Brasilien, Indien, den USA und anderen Ländern ist Kinderarbeit weit verbreitet. Die Familien verschulden sich und bleiben somit abhängig von den Rohtabakfirmen oder Plantagenbesitzer/innen.

 

Folgen der Arbeit auf den Tabakplantagen für Kinder und für Erwachsene sind:

  • Vergiftungen wie die Grüne Tabakkrankheit durch die Aufnahme von Nikotin durch die Haut bei der Ernte
  • Hautausschläge, Atemwegserkrankungen durch den Umgang mit Chemikalien wie Dünger und Pestiziden
  • Knochen- und Gelenkverformungen durch das Tragen schwerer Lasten
  • starke Erschöpfung und Müdigkeit

Außerdem gefährdet die Arbeit die kindliche Entwicklung und hindert die Kinder daran, eine ausreichende Schulbildung zu bekommen, so dass sie nicht aus dem Armutskreislauf ausbrechen können. Was gibt es für Alternativen?


Projekte in den Tabakanbauländern unterstützen Bauern und Bäuerinnen, ihren Lebensunterhalt durch alternative Anbauprodukte zu verdienen. Was können Sie tun?

In Ergänzung zu Projekten und Spenden ist die Tabakprävention ein wirksames Mittel zur Reduzierung des Tabakkonsums. Keine Prävention in Deutschland ist so erfolgreich wie die Tabakprävention. Die Raucherquote unter Jugendlichen hat im Jahr 2011 mit 11,7% einen historischen Tiefstand erreicht. Das einstmals ausschließlich positive Image des Tabakrauchens existiert nicht mehr. Um dies zu erhalten ist es für die Prävention wichtig, Jugendliche zur Reflexion des eigenen Verhaltens anzuregen, gefährliches "Halbwissen" zu thematisieren und Jugendliche, sowie Raucherinnen und Raucher dabei zu unterstützen, Risiken einschätzen und ihr Verhalten bewusst gestalten zu können und darüber hinaus Alternativen zum  Rauchen zu eröffnen.

Informationen zum Weltnichtrauchertag finden Sie hier.

Plakate und Postkarten zur Kampagne erhalten Sie in der Fachstelle für Suchtprävention oder online über das Bestellportal.
Die Plakate (Ausbeutung, Unterdrückung, Baskilara, Bloodsucker) können Sie hier downloaden.


Info-Filme Passivrauchen

Um über die Gefahr von Feinstoffpartikeln in Zigarettenrauch aufzuklären, hat die Fachstelle für Suchtprävention zwei Info-Filme veröffentlicht – eine Vollversion (8 Min) „Passivrauchen – Eine unterschätzte Gefahr“ sowie eine Kurzversion (1 Min) „Passivrauchen – Eine unsichtbare Gefahr für ihr Kind“ speziell für Eltern. Gemeinsam mit dem Landeslabor Berlin-Brandenburg wird ein Experiment dokumentiert, das zeigt, welch hohen Schadstoffbelastungen Kinder und Babys ausgesetzt sind, deren Eltern im Auto rauchen.

Feinstaub ist für das menschliche Auge unsichtbar und gerade deshalb so gefährlich: Allerkleinste Partikel, wie sie beispielsweise bei der Verbrennung von Zigaretten entstehen, gelangen bis tief in die Lunge und können Atemwegs- wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. „Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes gibt es jährlich im Schnitt rund 47.000 vorzeitige Todesfälle infolge der zu hohen Feinstaubbelastung", sagt Vizepräsident Thomas Holzmann (Presseinformation Umweltbundesamt, 14.02.2014).

Die Info-Filme eignen sich hervorragend für pädagogische Fachkräfte, die über die Gefahren von sogenanntem Second-Hand Smoking (Passivrauchen) und Third-Hand Smoking (Rückstandsrauchen durch Nikotinablagerungen auf z.B. Kleidung, Haaren oder Spielzeugen) aufklären und Diskussionen zu diesen Themen anregen möchten.
Die DVD mit beiden Filmen erhalten Sie in der Fachstelle für Suchtprävention Berlin oder online über das Bestellportal.

Musik und Text: „Breezy Conditions“ von John Vaughan
Stock footage: Tobif82; Dabsxl; romansu; hi_def; singkham; branex; BLACK ME; bloomsstudio; 3dsilver; viperagp; MADDRAT / Fotolia

 

Vollversion „Passivrauchen – Eine unterschätzte Gefahr“


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Kurzversion „Passivrauchen – Eine unsichtbare Gefahr für ihr Kind“


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Plakat "Schützen Sie Ihr Kind vor Tabakrauch"

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Gemeinsam mit der Projektgruppe „Berlin qualmfrei“ wurde das Plakat entwickelt und durch die evangelische Lungenklinik Berlin und die Fachstelle für Suchtprävention gesponsert. Das Plakat ist ein Höhepunkt der diesjährigen Infopaketaktion „Schwangerschaft und Rauchen“, welches an über 1000 Gynäkologinnen und Gynäkologen, Kinderärztinnen und Kinderärzte und viele mehr geschickt wird. Mit dem Plakat sollen die werdenden Mütter – ergänzend zur direkten Ansprache durch die Ärztin/den Arzt schon im Warteraum der Praxen durch eine positive Botschaft angesprochen werden – zu Gunsten der Gesundheit ihrer Kinder.

Download: Plakat

 

 

Infokampagne Schwangerschaft und Rauchen

In Deutschland ist Tabakkonsum weit verbreitet. In der Schwangerschaft ist Rauchen besonders problematisch. Dennoch rauchen zu Beginn einer Schwangerschaft rund 13 Prozent aller werdenden Mütter.

Berlin startete daher 2010 eine Informationskampagne, die auf die Risiken des Tabakkonsums in der Schwangerschaft und die Gefahren des Passivrauchens im Säuglings- und Kleinkindalter hinweist.  Die Berliner Bezirke haben dazu gemeinsam mit Partnern des Landesprogramms „Berlin qualmfrei“ Infopakete entwickelt. Diese wurden 2010 und 2011 an Kinder- und Frauenärzte, Hebammen, Schwangerschaftsberatungsstellen und Kinder- Jugendgesundheitsdienste versendet. Der damalige Schirmherr der Kampagne, der Staatssekretär für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Benjamin-Immanuel Hoff: „Wir wollen, dass alle Kinder die Chance auf einen gesunden Start ins Leben haben. Dazu gehört ein Aufwachsen ohne Tabakrauch. In der Schwangerschaft schadet der giftige Rauch ganz besonders. Es ist gut, dass „Berlin qualmfrei“ sich dieses wichtigen Themas annimmt! Die Infopakete werden es erleichtern, werdende Eltern auf ihr Rauchverhalten anzusprechen,“ so Staatssekretär Dr. Hoff.



Angebote tabakprävention

Erlebnisparcour Karuna: "Rauchst Du noch oder lebst Du schon?"

Der Erlebnis-Parcours zur Tabakprävention von KARUNA e. V. ist für Schulklassen von der 5. bis zur 13. Klasse und Berufschulen, (auch für körperlich und geistig behinderte Schüler/innen) konzipiert. An interaktiven Themen-Stationen mit Wettbewerbs-Charakter lösen die Teilnehmer/innen Aufgaben "mit allen Sinnen". Schüler wie Lehrer sind begeistert und beeindruckt.

Die Uni Potsdam empfiehlt die Teilnahme an diesem effektiven und lebendigen Parcours.
Ein Highlight: Die Aging-Station - wie sehe ich aus in dreißig Jahren als Raucher und als Nichtraucher? 

Dauer der Veranstaltung: 90 min

Folgende Termine  können vereinbart werden:
08:00 Uhr, 10:00 Uhr, 12:00 Uhr und 14:00 Uhr.

Informationen & Anmeldung unter: 030 – 55 15 33 29
oder www.karuna-prevents.de

Veranstaltungsort:
Mauritius-Kirch-Center
Mauritius-Kirch-Str. 3
10365 Berlin

Lage: an der Ring-Bahn Station S/U-Bahnhof Frankfurter Allee

 

Bundesweiter Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen "Be Smart - Don´t start"

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    Jedes Jahr startet der erfolgreiche internationale Wettbewerb zum Nichtrauchen in Schulen „Be Smart – Don't Start“. Schulklassen können attraktive Preise gewinnen, wenn sie rauchfrei bleiben. Bei diesem Wettbewerb zum Nichtrauchen geht es nicht nur um das rauchfrei bleiben: Auch Kreativität und Eigeninitiative zu den Themen „Nichtrauchen“ und „Gesundheitsförderung“ sind gefragt.

    Weitere Informationen zu „Be Smart – Don’t Start“ erhalten Interessierte  beim Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung, Harmsstr. 2, 24114 Kiel, Telefon 04 31/ 5 70 29 70, Fax 04 31/ 5 70 29 29, E-Mail: besmart@ift-nord.de Internet: http://www.besmart.info/


Gütesiegel Rauchfrei für engagierte Schulen: SMOKEOUT - Schule zum Durchatmen

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Ein, zwei oder drei verliehene Sterne können Schüler/-innen, Eltern, Lehrpersonal und der Öffentlichkeit zeigen: Diese Schule hat sich auf unterschiedlichen Ebenen der Nikotinprävention besonders bemüht und engagiert. Zum Nachweis muss ein Selbsteinschätzungsbogen ausgefüllt und eingereicht werden, der durch die SmokeOut-Arbeitsgruppe (Mitarbeiter/-innen aus Präventionseinrichtungen, Krankenhäusern, Universität und Schule) erstellt wurde. Bei genügend hoher Punktzahl kann die Schule mit einem, zwei oder drei Sternen z.B. auf ihrer Homepage, dem Briefbogen oder in der Eingangshalle glänzen und vielleicht sogar einen Preis gewinnen.

Näheres unter http://www.smokeout-berlin.de/


     

    Angebote Tabakentwöhnung

Broschüre mit Berlinweiten Präventions- und Entwöhnungsangeboten

    Die Broschüre „Ohne Zigarette leben“ mit umfangreichen Informationen zu Tabakpräventions- und Rauchstoppangeboten ist als ein Kooperationsprojekt der Berliner Krebsgesellschaft e.V. und der Fachstelle für Suchtprävention Berlin, als Koordinator des Landesprogramms „Berlin qualmfrei“ erschienen. Die Broschüre wurde 2011 aktualisiert und durch einen Artikel zum Thema „Schwangerschaft und Rauchen“ erweitert.

    Weitere Informationen erhalten Sie über uns oder über die Berliner Krebsgesellschaft e.V. unter 030 – 2832400.

     

Das "Rauchfrei Programm" der BZgA

Das Programm unterstützt Menschen, mit dem Rauchen aufzuhören und dauerhaft rauchfrei zu leben. Das Rauchfrei Programm wurde vom Institut für Therapieforschung / IFT mit Förderung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung / BZgA  entwickelt und wird von der IFT Gesundheitsförderung betreut und evaluiert.
Weitere Informationen finden Sie unter www.rauchfrei-programm.de

Viel Erfolg!

 

Infoblatt Schwangerschaft und Rauchen

Das Informationsblatt fasst aktuelle Erkenntnisse zu den Risiken des Tabakkonsums in der Schwangerschaft zusammen. Es informiert und unterstützt Multiplikator/innen dabei, Frauen mit Kinderwunsch, werdende Mütter und deren Partner über diese Gefahren aufzuklären und liefert konkrete Interventionsmöglichkeiten.

    Lesen Sie hier das Informationsblatt "Schwangerschaft und Rauchen": deutsch türkisch

Angebote der gesetzlichen Krankenkassen

    Nichtrauchen wird salonfähig! Fast täglich berichten die Medien über Maßnahmen der Tabakprävention. Die Fachstelle für Suchtprävention Berlin setzt sich aktiv für ein rauchfreies Leben ein und bietet an dieser Stelle Fachkräften, Interessierten, Institutionen, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, sich über Präventionsmaßnahmen ihrer Krankenkasse zu informieren. Denn: Die gesetzlichen Krankenkassen bieten ein weites Spektrum an Hilfe und Unterstützung für ihre Versicherten: Z.B. Raucherentwöhnungskurse für „Aufhörwillige“, Informationsbroschüren und -kampagnen, Aufklärung und Beratung.

    Informieren Sie sich direkt bei Ihrer Krankenkasse:

    DAK - Unternehmen Leben
       
    AOK - Die Gesundheitskasse AOK - Die Gesundheitskasse
       
    BKK-VBU BKK-VBU
       
    TK - Techniker Krankenkasse TK - Techniker Krankenkasse
       
    KKH KKH - Allianz
       
    Die BARMER Die BARMER

    Zertifizierung für engagierte Schulen im Bereich der Nikotinprävention DAK - Unternehmen Leben

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