Fachstelle für Suchtprävention BerlinVom 14. bis 20. September 2026 findet die 7. Berliner Aktionswoche gegen Medikamentenmissbrauch statt. In diesem Jahr richtet sich der Blick besonders auf den Umgang mit Schmerzmitteln im Sport – passend zum kurz darauf stattfindenden Berlin-Marathon.
Medikamente erfüllen eine wichtige medizinische Funktion. Sie lindern Schmerzen, unterstützen Heilungsprozesse und sind in vielen Fällen lebensnotwendig. Problematisch wird es dann, wenn aus einer sinnvollen Anwendung ein regelmäßiger, unreflektierter Gebrauch wird. Von einer möglichen Abhängigkeit sind grundsätzlich alle Bevölkerungsgruppen betroffen, unabhängig von Alter, Bildung oder sozialem Hintergrund. Unter anderem liegt das an der leichten Verfügbarkeit von Medikamenten.
Sport steht für Gesundheit, Spaß, Leistungsfähigkeit, Fairness und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Körper. Vereinssport ergänzt wichtige soziale Komponenten. Rückt der Leistungsgedanke stark in den Vordergrund, werden im Freizeit-, Breiten- und Leistungssport häufig unbedacht Schmerzmittel eingesetzt. Menschen nutzen sie, um trotz Beschwerden weiter trainieren, spielen oder an Wettkämpfen teilnehmen zu können – ohne sich möglicher gesundheitlicher Risiken ausreichend bewusst zu sein.
Getragen von einem breiten Netzwerk finden im Aktionszeitraum in Berlin und bundesweit zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen statt. Neben Veröffentlichungen und Weiterbildungen findet eine berlinweite bezirkliche Sensibilisierungsaktion statt. Sie richtet sich in diesem Jahr gezielt an Berliner Sportvereine. Darüber hinaus sensibilisieren Kooperationspartner*innen in ihren Netzwerken.
Koordiniert wird die Aktionswoche von der Berliner Fachstelle für Suchtprävention in Kooperation mit dem Netzwerk Berliner Initiative gegen Medikamentenmissbrauch.
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