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Die Coffee Corner #61 »Suchtprävention für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen« – Kleine Schritte, große Wirkung

31. März 2026Allgemein

Vernetzung und eine zielgruppenorientierte Haltung sind wichtige Faktoren für eine gelingende Suchtprävention für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Der Erfahrungsaustausch im Rahmen der Online-Veranstaltung #Coffee Corner No. 61: »Inklusive Suchtprävention – kleine Schritte, große Wirkung« hat dies deutlich gemacht.

Bundesweiter Austausch von Fachkräften
Fachkräfte aus Suchtprävention, Suchthilfe und Behindertenhilfe kamen bundesweit zusammen. Im gemeinsamen Gespräch wurden Herausforderungen benannt und Erfahrungen aus der Praxis geteilt. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere bereichsübergreifende Kooperationen sowie eine an den Bedürfnissen der Zielgruppe orientierte Haltung eine wichtige Rolle spielen.

Vernetzung als Grundlage für passende Angebote
Die Vernetzung zwischen den Arbeitsfeldern eröffnet Möglichkeiten, Angebote weiterzuentwickeln, bestehende Strukturen sichtbarer zu machen und voneinander zu lernen. Es wurde deutlich, dass sowohl vertieftes Wissen zu Suchtmitteln und -mechanismen als auch mehr Sicherheit in der Beratung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen gebraucht werden. Dabei kann ein kontinuierlicher Austausch helfen, Ansprache und Angebote besser auf die Zielgruppe abzustimmen.

Offene Haltung als wichtige Basis
Ebenso wichtig ist eine offene und wertschätzende Haltung, die Menschen in ihrer jeweiligen Lebenssituation ernst nimmt. Im direkten Kontakt zeigt sich das in respektvoller Ansprache sowie in verständlicher, barrierearmer Kommunikation. Auch auf struktureller Ebene kann eine solche Haltung Orientierung geben, indem unterschiedliche Bedarfe stärker berücksichtigt werden.

Wirkung durch kleine Veränderungen
Die Veranstaltung hat gezeigt, dass bereits kleine Veränderungen in Haltung, Kommunikation und Zusammenarbeit spürbare Auswirkungen haben können. Dabei sollten auch mehr die Lebenskompetenzen von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen stärker in den Blick genommen und gestärkt werden. In ihrer Summe und durch Weiterentwicklung können solche Ansätze dazu beitragen, die Zielgruppe wirksam suchtpräventiv zu erreichen.

Neues Projekt soll Lücken schließen
Vor diesem Hintergrund entwickelt die Fachstelle für Suchtprävention derzeit ein neues, durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gefördertes Workshopangebot für junge Erwachsene mit kognitiven Beeinträchtigungen: MUT – Meine Unabhängigkeit.
Ziel ist es, sie dabei zu unterstützen, Herausforderungen im Umgang mit Suchtmitteln selbstbestimmt zu bewältigen und ihre Lebenskompetenzen zu stärken. Im Fokus stehen die Förderung der Risikokompetenz sowie individueller Bewältigungsstrategien für einen gesunden, selbstbestimmten Lebensstil.

Weitere Termine der Coffee Corner finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.