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Erfolgreiche Fachtagung „Kommunale Alkoholprävention in Berlin stärken!“

12. Dezember 2016Allgemein

„Gehört das Unterwegs-Bier zur Hauptstadt?“ – „Kontrollen in Berlin versagen beim Jugendschutzgesetz“… Der Diskussionsstoff geht nicht aus, wenn es um den Umgang mit Deutschlands Suchtstoff Nr. 2 nach Nikotin geht. Gerade in einer großen Stadt wie Berlin ist Alkohol immer wieder Thema – egal ob auf dem Alexanderplatz, im öffentlichen Personennahverkehr, im Supermarkt, auf Partys oder im Sportverein.

Alkohol ist weit verbreitet in unserer Gesellschaft, nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation konsumieren ihn in Deutschland 9,5 Millionen Menschen in gesundheitlich riskanter Form. Vor diesem Hintergrund muss die Prävention hier umfassend ansetzen und es braucht eine enge Zusammenarbeit aller relevanten Akteure, damit Prävention wirksam ist.

Mit dem Ziel die Alkoholprävention auf kommunaler Ebene zu stärken fand am 02. Dezember 2016 eine Fachtagung im Tagungszentrum Hotel Aquino in Berlin-Mitte statt. Gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bot die Fachstelle für Suchtprävention Berlin den einhundert Teilnehmenden mit der Veranstaltung eine Plattform für Wissens- und Erfahrungsaustausch, gab die Möglichkeit, Best Practice-Ansätze kennenzulernen und darüber zu diskutieren, wie diese wirksamen Ansätze strukturell verankert werden können.

Fragestellungen waren unter anderem: Wie gelingt die Umsetzung des Jugendschutzes in Berlin? Was können wir tun, wenn wir wissen, dass es einen Zusammenhang zwischen Alkohol und Gewalt gibt? Wie können wir wirksame und erfolgreiche Projekte der Alkoholprävention strukturell verankern?

Vor Beginn der Fachtagung wurden im Rahmen einer Pressekonferenz von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Verband Privater Krankenversicherung an Berlin 5 KlarSicht-Koffer überreicht. Ebenfalls in der Pressekonferenz vorgestellt wurde der Kinder- und Jugendführerschein des Berliner Fußball-Verbandes als Projekt vorgestellt, das sich in den letzten Jahren als vorbildlich in der Alkoholprävention erwiesen hat. Wir danken dem Verband Privater Krankenkassen für die freundliche Unterstützung der KlarSicht-Koffer für Berlin.

Zur Fachtagung begrüßte Peter Lang, Abteilungsleiter der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Teilnehmenden herzlich und rief dazu auf, sich auf struktureller Ebene für eine Verankerung von Alkoholprävention einzusetzen. In einem zweiten Grußwort begrüßte Christine Köhler-Azara, Drogenbeauftragte des Landes Berlin, die Teilnehmenden und wünschte gute Erkenntnisse.

Einen Blick auf die Erfolge und aktuellen Herausforderungen der Alkoholprävention in Berlin warf Kerstin Jüngling, Geschäftsführerin der Fachstelle für Suchtprävention Berlin. Seit mittlerweile neun Jahren setzen sich Berliner Akteure für die Alkoholprävention ein und stellen sich im Rahmen der Landesinitiative „Na klar – unabhängig bleiben!“ gemeinsam immer wieder neuen Herausforderungen. Hier hat sich mittlerweile ein stabiles Netzwerk mit zahlreichen für die Alkoholprävention relevanten Partnern etabliert. Alkoholprävention in die Entwicklung der Berliner Präventionsketten einzubetten und wie das gelingen kann erläuterte Stefan Pospiech, Geschäftsführer von Gesundheit Berlin-Brandenburg. Abschließend lud Wolfgang Schmidt-Rosengarten, Geschäftsführer der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen dazu ein, zur Alkoholprävention in Hessen einen Blick über den Tellerrand zu werfen.

Nach der Mittagspause, die mit einem Achtsamkeits-Bewegungsangebot, begleitet von Ulla-Catarina Lichter, Beraterin und Coach, abgerundet wurde, arbeiteten die Teilnehmenden in drei Foren zu den Themen „Professionelle Projekte und Maßnahmen nachhaltig verankern“, „Alkohol und Jugendschutz“ und „Alkohol und Gewalt“. Nach Inputreferaten zu Best Practice Projekten diskutierten die Teilnehmenden, welche Zielsetzung und welche Ansätze sich bei den Projekten bewährt haben, welche Standards es für die Projekte gibt und wie sie transferiert werden können, was es für einen guten Transfer braucht und welche Partner mit „ins Boot geholt“ werden müssen. Dabei wurde in allen Foren deutlich, dass es von zentraler Wichtigkeit ist, dass Projekte abgestimmt sind und alle relevanten Partner/Behörden/Institutionen informiert bzw. einbezogen werden sollten, sie verstetigt werden sollten gemessen an Qualitätsstandards und ohne dass Konkurrenz dem im Wege steht.

Nach der Präsentation der Forenergebnisse, die durch Grafic Recording dokumentiert wurden, fand die Tagung mit einer Tanz-Performance der Tanzgruppe des Centre Talma –Mädchensportzentrum Reinickendorf, einen bewegten Abschluss.

Wir danken Andreas Kalbitz, von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung der als Moderator freundlich und gleichzeitig zielstrebig durchs Programm führte. Wir danken allen Referent*innen und Moderator*innen für die engagierten Beiträge. Und last but not least danken wir der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Verband der privaten Krankenversicherungen für die Unterstützung, ohne die diese Tagung so nicht hätte stattfinden können.