Das Bild ist bekannt: auf dem Spielplatz, in der U-Bahn, vor der Schule – auch Eltern haben häufig das Smartphone in der Hand, wenn sie mit Kind unterwegs sind. Darauf macht die neue Informationskampagne mit dem Titel „Medien – Familie – Verantwortung: Heute schon mit ihrem Kind gesprochen?“ aufmerksam, die am 1. September gestartet ist.
In Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wurden berlinweit Plakate an Kita-Standorte, Bezirksämter und andere öffentliche Einrichtungen versendet. Neben den Plakaten sind Postkarten ausgelegt, die Tipps zur Mediennutzung im Familienalltag geben. Auf diesem Weg sollen Eltern angeregt werden, ihr eigenes Verhalten mit Smartphones in Gegenwart ihrer Kinder zu reflektieren.
Ziel ist es, einen bewussten Umgang mit Medien sowie die Eltern-Kind-Kommunikation zu fördern, vor allem in Alltagssituationen – beispielsweise das gemeinsame Essen oder die Fahrt mit dem Bus – in denen Kinder Aufmerksamkeit brauchen. Daneben dienen die Plakate und Postkarten auch pädagogischen oder medizinischen Fachkräften als Einstiegsmaterial, um sich mit Eltern über den Medienkonsum auszutauschen.
Die Motive sind in der Fachstelle für Suchtprävention und im Bestellportal erhältlich.
Der Bezirk Spandau legt im Rahmen der Aktivitäten der bezirklichen Präventionskette seit 2017 einen Schwerpunkt auf die Prävention von FASD mit dem Projekt „Kein Alkohol in der Schwangerschaft!“. Hintergrund ist, dass noch immer die Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft zu wenig bekannt sind: 44% der Bevölkerung in Deutschland wissen nicht Bescheid und nur zwei von zehn Frauen verzichten während der Schwangerschaft völlig auf Alkohol. Die meisten Fälle bei Kindern mit so genannten Alkoholeffekten bleiben unentdeckt. Die Wahrscheinlichkeit, selbst eine Sucht zu entwickeln ist bei Kindern und Jugendlichen mit FASD signifikant erhöht.
Gemeinsam mit der Fachstelle für Suchtprävention Berlin hat der Bezirk Spandau ein mehrstufiges Maßnahmenpaket entwickelt. Neben Schüler*innen, Lehrer*innen und der Öffentlichkeit stehen im Rahmen des kommunalen Projektes „Kein Alkohol in der Schwangerschaft – Prävention von FASD in Spandau“ besonders auch Gynäkolog*innen und Hebammen als Fachkräfte der Geburtshilfe und die bezirklichen Hilfesysteme, etwa im Gesundheitsamt oder Jugendamt, im Fokus. Für diese Zielgruppe wurde jetzt neu ein ONLINE-SEMINAR „Kurze Ansprache – große Wirkung! Mit Schwangeren über das Thema Alkohol sprechen!“ entwickelt.
Hier können Sie den Vortrag des Online-Seminars als PDF herunterladen.
Zur Pressemitteilung gelangen Sie hier.
Am 14. und 15. Juni findet in den Potsdam die 5. bundesweite BZgA-Fachtagung zum Thema „Qualität in der Suchtprävention“ statt. Da die Fachtagung als Einladungstagung nur einer begrenzten Teilnehmerzahl zur Verfügung steht, haben wir dafür gesorgt, dass einige Programmpunkte auf der Webseite der Fachstelle für Suchtprävention Berlin per Livestream übertragen werden.
Der Livestream startet am Donnerstag um 13.00 Uhr mit den Grußworten von Peter Lang (BZgA), Dr. Andreas Böhm (MASGF Brandenburg) und Christine Köhler-Azara (Landesdrogenbeauftragte Berlin). Ab 13.30 Uhr wird der Vortrag Suchtprävention im Wandel – Von der Alkoholbekämpfung zur qualitätsgestützten Prävention von Hans-Jürgen Hallmann (ginko NRW) übertragen. Im Anschluss daran wird ab 14.00 Uhr ein Podiumsgespräch zum Thema Suchtprävention: zwischen Risikokompetenz, Lebenswelt und Gesundheitsförderung – Eine Standortbestimmung zu sehen sein.
Den Abschluss der Veranstaltung bilden die Speed-Zusammenfassung der Workshops sowie der Vortrag Mit Innovation und Kreativität zur relevanten Idee – schnell und effektiv von Henning Patzner (Trainer für Kreativität und Innovation), die am Freitag ab 10.50 Uhr im Stream übertragen werden.
Schneller, höher, weiter? Optimieren wir uns zu Grunde?
Schülerinnen berichten, dass sie in der Schule sehr viel Druck erleben und dass man dort mithalten müsse, auch wenn es einem mal nicht so gut ginge – Fehlen gehe eigentlich nicht, da das sehr viel sei, was es nachzuholen gilt. Ein Mann macht deutlich, dass in seinem Arbeitskontext immer mehr Leistung und Überstunden verlangt werden, so dass es oft gar nicht mehr zu schaffen sei. Ein Student sagte, dass er viele Kommilito
nen kenne, die oft die Nacht „durchlernen“ und dann viel Kaffee und „Aufputscher“ nehmen, um das durchzuhalten.
Um auf diese brisante Entwicklung aufmerksam zu machen, für die Risiken von Substanzkonsum im Kontext von Leistungssteigerung und Stressabbau zu sensibilisieren und gleichzeitig Tipps zur Entschleunigung ohne „Hilfsmittel“ zu geben, hat das Landesprogramm „Na klar – unabhängig bleiben!“ seine diesjährigen Berliner Aktionstage vom 28. Mai – 03. Juni 2018 unter das Motto „Schneller höher weiter? Optimieren wir uns zu Grunde? Na klar, reden wir drüber!“ gestellt.
Gestartet wurden die Berliner Aktionstage 2018 mit der Auftaktveranstaltung am 28. Mai 2018 auf dem Alexanderplatz unter der Weltzeituhr. Gemeinsam mit Boris Velter, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung kamen die Akteure des Landesprogramms „Na klar – unabhängig bleiben!“ auf dem roten Sofa mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Pantomimisch stellte Mattes Weißbach, der Stummschwätzer dar.
Boris Velter, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sagte dazu: „Wer um jeden Preis und über die eigenen Grenzen hinaus mehr Leistung erbringen will, bleibt langfristig „auf der Strecke“. Daher ist es sehr wichtig, auf die Risiken von Substanzkonsum zur Leistungssteigerung hinzuweisen, gerade weil dies gesellschaftlich eine hohe Akzeptanz genießt. Deshalb unterstützen wir die Aktion des Landesprogramms „Na klar – unabhängig bleiben!“
Und Kerstin Jüngling, Geschäftsführerin der Fachstelle für Suchtprävention Berlin betonte: „Wenn der Alltag jederzeit im Turbotempo verläuft und Entspannung dann genau so schnell gehen soll, wird dafür häufig auch zu Alkohol, Medikamenten oder Drogen gegriffen Leistungsfähigkeit und Freude am Leben erhalten wir jedoch auf Dauer nur, wenn wir gesund und unabhängig bleiben! Dazu möchten wir in den Berliner Aktionstagen ins Gespräch kommen!“
Das Landesprogramm „Na klar – unabhängig bleiben!“ ist ein Bündnis der Berliner Bezirke, der Senatsverwaltungen für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie Bildung, Jugend und Familie, der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin, HaLT Berlin und der Landesstelle für Suchtfragen e.V. Unterstützt wird das Landesprogramm von der Polizei Berlin, dem Berliner Fußball-Verband und dem Handelsverband Berlin-Brandenburg.
Immer mehr Arbeit in immer weniger Zeit und mit weniger Personal bewältigen. Viele Aufgaben gleichzeitig erledigen. Job, Familie, Kinder – immer funktionieren müssen. Eine enge Taktung selbst am Wochenende, es gibt eine lange Liste, was alles zu tun ist. „Schneller, höher, weiter“ wird immer mehr zur Devise der heutigen Zeit. Dabei kann der Konsum von Alkohol, Medikamenten und Drogen u.a. dazu benutzt werden, vom Stress „runterzukommen“ oder die eigene Leistungsfähigkeit zumindest vorübergehend zu erhöhen.
Um auf diese brisante Entwicklung aufmerksam zu machen, für die Risiken von Substanzkonsum im Kontext von Leistungssteigerung und Stressabbau zu sensibilisieren, hat die Landesinitiative „Na klar – unabhängig bleiben!“ ihre diesjährigen Berliner Aktionstage vom 28. Mai – 03. Juni 2018 unter das Motto „Schneller höher weiter? Na klar, reden wir drüber!“ gestellt.
Hier finden Sie den Aufruf zu den Berliner Aktionstagen 2018 im PDF-Format – leiten Sie diese Information auch gerne an Kolleg*innen und andere Interessierte weiter – und das Banner zum Download zur Nutzung auf Ihrer Webseite oder in Ihrer Email-Signatur.
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