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Pflege und Gleichstellung

Auftaktveranstaltung der Berliner Aktionstage 2018 mit Staatssekretär Boris Velter am Alexanderplatz

Allgemein | 30. Mai 2018

Schneller, höher, weiter? Optimieren wir uns zu Grunde?

Schülerinnen berichten, dass sie in der Schule sehr viel Druck erleben und dass man dort mithalten müsse, auch wenn es einem mal nicht so gut ginge – Fehlen gehe eigentlich nicht, da das sehr viel sei, was es nachzuholen gilt. Ein Mann macht deutlich, dass in seinem Arbeitskontext immer mehr Leistung und Überstunden verlangt werden, so dass es oft gar nicht mehr zu schaffen sei. Ein Student sagte, dass er viele Kommilitonen kenne, die oft die Nacht „durchlernen“ und dann viel Kaffee und „Aufputscher“ nehmen, um das durchzuhalten.

Um auf diese brisante Entwicklung aufmerksam zu machen, für die Risiken von Substanzkonsum im Kontext von Leistungssteigerung und Stressabbau zu sensibilisieren und gleichzeitig Tipps zur Entschleunigung ohne „Hilfsmittel“ zu geben, hat das Landesprogramm „Na klar – unabhängig bleiben!“ seine diesjährigen Berliner Aktionstage vom 28. Mai – 03. Juni 2018 unter das Motto „Schneller höher weiter? Optimieren wir uns zu Grunde? Na klar, reden wir drüber!“ gestellt.

Gestartet wurden die Berliner Aktionstage 2018 mit der Auftaktveranstaltung am 28. Mai 2018 auf dem Alexanderplatz unter der Weltzeituhr. Gemeinsam mit Boris Velter, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung kamen die Akteure des Landesprogramms „Na klar – unabhängig bleiben!“ auf dem roten Sofa mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Pantomimisch stellte Mattes Weißbach, der Stummschwätzer dar.

Boris Velter, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sagte dazu: „Wer um jeden Preis und über die eigenen Grenzen hinaus mehr Leistung erbringen will, bleibt langfristig „auf der Strecke“. Daher ist es sehr wichtig, auf die Risiken von Substanzkonsum zur Leistungssteigerung hinzuweisen, gerade weil dies gesellschaftlich eine hohe Akzeptanz genießt. Deshalb unterstützen wir die Aktion des Landesprogramms „Na klar – unabhängig bleiben!“

Und Kerstin Jüngling, Geschäftsführerin der Fachstelle für Suchtprävention Berlin betonte: „Wenn der Alltag jederzeit im Turbotempo verläuft und Entspannung dann genau so schnell gehen soll, wird dafür häufig auch zu Alkohol, Medikamenten oder Drogen gegriffen Leistungsfähigkeit und Freude am Leben erhalten wir jedoch auf Dauer nur, wenn wir gesund und unabhängig bleiben! Dazu möchten wir in den Berliner Aktionstagen ins Gespräch kommen!“

Das Landesprogramm „Na klar – unabhängig bleiben!“ ist ein Bündnis der Berliner Bezirke, der Senatsverwaltungen für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie Bildung, Jugend und Familie, der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin, HaLT Berlin und der Landesstelle für Suchtfragen e.V. Unterstützt wird das Landesprogramm von der Polizei Berlin, dem Berliner Fußball-Verband und dem Handelsverband Berlin-Brandenburg.

„Ich tanke nicht! Kein Alkohol unterwegs“ – Gemeinsam mit Gesundheitsenatorin Dilek Kolat Fahrradsattelbezüge am Potsdamer Platz verteilt!

Allgemein | 24. Mai 2017

Am 17. Mai 2017 wurden am Potsdamer Platz Radfahrerinnen und Radfahrern mal anders auf das Thema „Alkohol im Straßenverkehr“ aufmerksam gemacht. Gemeinsam mit Dilek Kolat, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung und Dr. Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin des Paritätischen Berlin sprachen Akteure der Alkoholprävention Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen an. Sie händigten Fahrradsattelbezüge mit dem Aufdruck „Ich tanke nicht. Kein Alkohol unterwegs“ aus und informierten zur Aktionswoche Alkohol und zu den Risiken von Alkohol im Straßenverkehr. Mit guter Laune und bei strahlendem Sonnenschein stießen die Akteure auf zahlreiches positives Feedback, so ein Radfahrer: „Das ist eine tolle Aktion, weiter so!“ oder eine Passantin: „Ja, ich finde das sehr wichtig, was Sie hier machen!“. Sogar ein Jugendlicher stellte fest: „Das ist gut, dass Sie darüber informieren, gerade für junge Leute in meinem Alter.“

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