Jugendschutz – das geht uns alle an!

Kindern und Jugendlichen den größtmöglichen Schutz zu geben, damit sie gesund aufwachsen können, ist ein zentrales Ziel von (Sucht)Prävention. Dafür braucht es nicht alleine das Jugendschutzgesetz oder Jugendmedienschutz, es braucht vor allem Erwachsene, die Verantwortung übernehmen und schützende Rahmenbedingungen in den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen schaffen. Da ist jeder und jede gefragt – es geht uns alle an!

Jugendschutz ist ein zentrales Thema in der Suchtprävention

Mit gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen erfahren Kinder und Jugendliche Schutz vor schädlichen Einflüssen, u.a. den Risiken von Alkohol, Nikotin und digitalen Medien. Je früher junge Menschen im Übermaß konsumieren, umso höher das Risiko, dass sie Probleme und ggf. sogar eine Abhängigkeitserkrankung entwickeln. Hier setzt der Jugendschutz einen schützenden Rahmen. Dieser wird von Polizei, Ordnungsämtern und Jugendämtern überwacht.

Verhalten erfährt nicht selten Nachahmung. Daher ist auch das Vorbildverhalten von Erwachsenen im Alltagserleben von Kindern und Jugendlichen ein wichtiger Bestandteil des Jugendschutzes – und zwar in all ihren Lebenswelten. Ob in der Familie durch Eltern und ältere Geschwister, im Sportverein, im Jugendclub oder in der Schule. Pädagogische Fachkräfte in Schule und Jugendarbeit sind gefragt, im Alltag wertschätzend und klar deutlich zu machen, wo Schutz sinnvoll und notwendig ist, z.B. bei der Ausgestaltung von Klassenfahrten, Schulfesten oder Angeboten im Jugendtreff.

Mit Vernetzung den Jugendschutz voranbringen

Im Alltag von Jugendlichen braucht es also Erwachsene, die Verantwortung übernehmen. Um dies zu unterstützen und relevante Akteure u.a. zu diesem Thema vernetzen, hat Berlin seit 2009 das Landesprogramm „Na klar – unabhängig bleiben!“. Hier engagiert sich neben Senatsverwaltungen, Bezirken, freien Trägern, der Polizei Berlin, dem Landessportbund Berlin, dem Berliner Fußball-Verband auch der Einzelhandelsverband Berlin-Brandenburg. Er ist ein starker Partner für den Jugendschutz in Berlin und setzt sich bei seinen Mitgliedern und in der Öffentlichkeit für die Einhaltung des Jugendschutzes ein.

Auch das Einzelhandelsunternehmen EDEKA unterstützt hierzu seit 2010 engagiert das Berliner Landesprogramm. Mit seinen Botschaften zur Alkoholprävention macht EDEKA jährlich in einem Aktionszeitraum Kund*innen auf das Thema aufmerksam, unterstützt mit einer Spendenaktion die Berliner Alkoholprävention und trägt so zu einer Kultur der Verantwortung bei.

Die Berliner Kampagne „Jugendschutz – das geht uns alle an!“, die seit fast 20 Jahren relevante Informationen zum Jugendschutz zielgruppengerecht zur Verfügung stellt, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen seiner Initiative „Jugendschutz aktiv“ ausgezeichnet und „zur Nachahmung empfohlen“.

Neben Alkohol und Nikotin sind digitalen Medien und Glücksspiel drängende Themen im Jugendschutz: es gilt junge Menschen vor den Risiken von exzessiver Mediennutzung zu schützen, u.a. Glücksspiel-Elemente in Games (Lootboxen), jugendgefährdende Inhalte uvm. Auch hier macht die Berliner Suchtprävention Angebote (siehe Themenseite Medien).

Kontakt

Interesse geweckt?

Sollten Sie Fragen haben oder Beratung als Fachkraft wünschen, können Sie sich jederzeit per Mail sowie persönlich und telefonisch während der Öffnungszeiten an die Fachstelle für Suchtprävention wenden.

Dann kontaktieren Sie uns gerne:

Christina Schadt
schadt@berlin-suchtpraevention.de

Sie finden uns hier:
Fachstelle für Suchtprävention Berlin
Chausseestraße 128/129, 10115 Berlin
Tel.: 030 – 29 35 26 15

Telefonisch erreichen Sie uns zu unseren Öffnungszeiten:
Montag 10.00 – 14.00 Uhr, Dienstag 10.00 – 18.00 Uhr, Donnerstag 16.00 – 18.00 Uhr und Freitag 09.00 – 13.00 Uhr.

Außerhalb der Öffnungszeiten können Sie uns gerne per E-Mail kontaktieren oder eine Nachricht auf unserem Anrufbeantworter hinterlassen.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen folgende Seiten:

Kinder- und Jugendschutz im Familienportal des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz mit Stellungnahmen und Dossiers, Angebot von Veranstaltungen, Herausgabe der Zeitschrift KJug

Jugendschutz.net mit Angebot rund um Kinder- und Jugendmedienschutz mit Fachbeiträgen und Materialien zu aktuellen Themen

Klicksafe u.a. mit Informationen zum Jugendmedienschutz

Berliner Familienportal, Thema Jugendmedienschutz

HaLT proaktiv mit Beratungs- und Serviceangebot u.a. zur Unterstützung des Jugendschutzes bei der Organisation von Festen, Veranstaltungen und Fahrten in Schulen, Vereinen und offener Kinder- und Jugendarbeit

Angebote im Themenfeld Jugendschutz

Für Fachkräfte:

  • Materialien im Bestellportal rund um das Thema Jugendschutz: Kampagne „Jugendschutz – das geht uns alle an!“ mit Plakaten, Infokarten und interaktiver Drehscheibe (DIN A6)
  • Ausleihe interaktiver Materialien, u.a. Jugendschutz-Drehscheibe im DIN A0 – Format für Veranstaltungen und Feste. Einen Überblick über alle auszuleihenden Materialien und Methoden finden Sie hier.
  • Methode „Wir sind Vorbilder“, aus dem Landesprogramm „Na klar – unabhängig bleiben“ thematisiert Vorbildfunktion in Bezug auf Alkoholkonsum
  • Drogen-Risiko-Quiz: interaktives Online-Quiz u.a. zum Thema Recht (auch Jugendschutzgesetz)

Für Endadressat*innen:

Eltern:

  • Materialien im Bestellportal rund um das Thema Jugendschutz: Kampagne „Jugendschutz – das geht uns alle an!“ mit Plakaten, Infokarten und interaktiver Drehscheibe (DIN A6)

Jugendliche:

  • Drogen-Risiko-Quiz: interaktives Online-Quiz u.a. zum Thema Recht (auch Jugendschutzgesetz)

Hier können Sie sich unsere Materialien zum Jugendschutz bestellen.

 

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