Jugendschutz ist ein zentrales Thema in der Suchtprävention
Mit gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen erfahren Kinder und Jugendliche Schutz vor schädlichen Einflüssen, u.a. den Risiken von Alkohol, Nikotin und digitalen Medien. Je früher junge Menschen im Übermaß konsumieren, umso höher das Risiko, dass sie Probleme und ggf. sogar eine Abhängigkeitserkrankung entwickeln. Hier setzt der Jugendschutz einen schützenden Rahmen. Dieser wird von Polizei, Ordnungsämtern und Jugendämtern überwacht.
Verhalten erfährt nicht selten Nachahmung. Daher ist auch das Vorbildverhalten von Erwachsenen im Alltagserleben von Kindern und Jugendlichen ein wichtiger Bestandteil des Jugendschutzes – und zwar in all ihren Lebenswelten. Ob in der Familie durch Eltern und ältere Geschwister, im Sportverein, im Jugendclub oder in der Schule. Pädagogische Fachkräfte in Schule und Jugendarbeit sind gefragt, im Alltag wertschätzend und klar deutlich zu machen, wo Schutz sinnvoll und notwendig ist, z.B. bei der Ausgestaltung von Klassenfahrten, Schulfesten oder Angeboten im Jugendtreff.
Mit Vernetzung den Jugendschutz voranbringen
Im Alltag von Jugendlichen braucht es also Erwachsene, die Verantwortung übernehmen. Um dies zu unterstützen und relevante Akteure u.a. zu diesem Thema vernetzen, hat Berlin seit 2009 das Landesprogramm „Na klar – unabhängig bleiben!“. Hier engagiert sich neben Senatsverwaltungen, Bezirken, freien Trägern, der Polizei Berlin, dem Landessportbund Berlin, dem Berliner Fußball-Verband auch der Einzelhandelsverband Berlin-Brandenburg. Er ist ein starker Partner für den Jugendschutz in Berlin und setzt sich bei seinen Mitgliedern und in der Öffentlichkeit für die Einhaltung des Jugendschutzes ein.
Auch das Einzelhandelsunternehmen EDEKA unterstützt hierzu seit 2010 engagiert das Berliner Landesprogramm. Mit seinen Botschaften zur Alkoholprävention macht EDEKA jährlich in einem Aktionszeitraum Kund*innen auf das Thema aufmerksam, unterstützt mit einer Spendenaktion die Berliner Alkoholprävention und trägt so zu einer Kultur der Verantwortung bei.
Die Berliner Kampagne „Jugendschutz – das geht uns alle an!“, die seit fast 20 Jahren relevante Informationen zum Jugendschutz zielgruppengerecht zur Verfügung stellt, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen seiner Initiative „Jugendschutz aktiv“ ausgezeichnet und „zur Nachahmung empfohlen“.
Neben Alkohol und Nikotin sind digitalen Medien und Glücksspiel drängende Themen im Jugendschutz: es gilt junge Menschen vor den Risiken von exzessiver Mediennutzung zu schützen, u.a. Glücksspiel-Elemente in Games (Lootboxen), jugendgefährdende Inhalte uvm. Auch hier macht die Berliner Suchtprävention Angebote (siehe Themenseite Medien).