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Landesprogramm Berlin qualmfrei – Aktuelle Informationen zur Tabakprävention

5. Januar 2017Allgemein

Bundesregierung will Außenwerbung für Tabakprodukte einschränken

Deutschland ist das einzige Land der Europäischen Union, das noch uneingeschränkt Werbung für Tabakprodukte auf großflächigen Plakatwänden erlaubt. Das Bundeskabinett will mit dem „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes“ Tabakwerbung weiter einschränken. Außenwerbung für Tabakprodukte (auch E-Zigaretten) soll nur noch an Gebäudeaußenflächen von Geschäftsräumen des Fachhandels erlaubt sein. Werbefilme in Kinos sollen für alle Filme, die für unter 18-jährige zugelassen sind, ab 2020 verboten werden.

Weitere Informationen: http://bundestag.de

Drogenbeauftragte startet Kampagne „rauchfrei unterwegs“

Im Jahr 2014 waren 87 Prozent der Befragten für ein Rauchverbot im Auto, wenn Minderjährige mitfahren. Nichtsdestotrotz zeigt eine andere Untersuchung: 4 von 100 Befragten rauchen im Auto, auch wenn Kinder anwesend sind. Mit der Unterstützung von Ärzteverbänden appelliert die Kampagne an Erwachsene, auf das Rauchen im Auto verzichten, wenn Kinder mitfahren.

Näheres zur Kampagne, den Kampagnenpartnern und Informationsmaterialen unter www.drogenbeauftragte.de

20 Jahre „Be Smart – Don’t Start“: Wettbewerb-Start im November erfolgt

„Be Smart – Don’t Start“, der international stattfindende Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen, findet im Schuljahr 2016/2017 zum 20. Mal vom 14. November 2016 bis zum 28. April 2017 statt.

Anmeldungen und nähere Infos unter www.besmart.info

Einhundert neue KlarSicht-Koffer zur Tabak- und Alkoholprävention

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt mit Unterstützung des Verbandes Privater Krankenversicherungen (PKV) insgesamt einhundert BZgA-KlarSicht-Koffern zur schulischen Alkohol- und Tabakprävention bundesweit zur Verfügung. Am 02. Dezember 2016 überreichte die BZgA gemeinsam mit der PKV im Rahmen der Pressekonferenz der Fachtagung „Kommunale Alkoholprävention in Berlin stärken“ fünf KlarSicht-Koffer an Berlin. Die Mitteilung der BZgA dazu finden Sie hier: www.bzga.de

E-Zigaretten im Fokus

Am 19.10.2016 veranstaltete die Frankfurt University of Applied Sciences einen Fachtag zum Thema „E-Zigaretten: Ein Gesamtüberblick über die aktuelle Diskussion der E-Zigaretten unter Einbeziehung verschiedener Sichtweisen“. Veranstalter war das Institut für Suchtforschung Frankfurt/Main (ISFF). Die Fachtagung zielte darauf, einen aktuellen Gesamtüberblick über die Diskussion zu E-Zigaretten und weiterer E-Inhalationsprodukte zu schaffen. Die Vorträge der Tagung stehen nun auf der Webseite des ISFF unter „Fachtagung E-Zigaretten“ zur Verfügung: www.frankfurt-university.de

Die Cochrane-Arbeitsgruppe der Uni Oxford hat im September eine neue Metaanalyse zu „E-Zigaretten zur Tabakentwöhnung“ vorgestellt. Ziel des Reviews war die Evaluation der Wirksamkeit und Sicherheit des Gebrauchs von E-Zigaretten zur Erlangung von Langzeitabstinenz von Rauchern. Eindeutige Ergebnisse als Grundlage für eine Empfehlung „pro“ oder „contra“ E-Zigaretten zur Tabakentwöhnung konnten jedoch aufgrund der geringen Studienzahl nicht ermittelt werden.
Quelle: Hartmann-Boyce J, McRobbie H, Bullen C, Begh R, Stead LF & Hajek P (2016) Electronic cigarettes for smoking cessation. Cochrane Database Syst Rev 9: CD010216, DOI: 10.1002/14651858.CD010216.pub3

Mit einem Positionspapier zum Gebrauch von E-Zigaretten nimmt in der Folge auch die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) erstmals Stellung zu Nutzen und Schaden der E-Zigarette. Auf der Grundlage aktueller Studien kann die DHS E-Zigaretten als Strategie zur Schadensminimierung (Harm Reduction) nur sehr eingeschränkt empfehlen. Einzig Raucherinnen und Raucher, die nicht aufhören können oder wollen, erreichen durch den Umstieg auf E-Zigaretten eine Schadensminderung – allerdings nur dann, wenn sie vollständig auf E-Zigaretten umsteigen. Gleichzeitig warnen die Expertinnen und Experten vor dem langfristigen Gebrauch von E-Zigaretten, denn die Inhaltsstoffe des Aerosols wie Propylenglykol, Aromen, Nikotin, Formaldehyd, Acetaldehyd sind gesundheitlich bedenklich. Die langfristigen Gesundheitsauswirkungen von E-Zigaretten sind weiterhin nicht bekannt. Download des Positionspapiers unter: www.dhs.de

Die Fachstelle für Suchtprävention Berlin hat für Jugendliche und junge Erwachsene eine Infokarte zu „E-Zigarette/E-Shisha“ herausgegeben, die im bewährten DIN A 6-Format Kompakte Informationen zu den Fragen „Was sind E-Zigaretten/E-Shishas?“, „Was sind die Risiken?“ und „Passivrauchen bei E-Produkten harmlos?“ gibt. Die Infokarte ist erhältlich im Bestellportal unter www.berlin-suchtpraevention.de

 

Termine:

Am 31. Mai 2017 findet der Weltnichtrauchertag 2017 bundesweit statt. Auch Berliner Akteure sind wieder aufgerufen, diesen Tag zu nutzen, um auf die Risiken von Tabakkonsum hinzuweisen. Weitere Informationen zum Weltnichtrauchertag finden Sie hier: www.rauchfrei-info.de und www.abnr.de

Kursleiterschulung für das „Rauchfrei Programm“ des IFT und der BZgA durch das IFT Gesundheitsförderung München Die Kursleiterschulungen sind nur für staatlich anerkannte Berufe aus dem Gesundheits- und Sozialbereich zugänglich. Termine Standardschulung: Berlin 20.03.–24.03.2017. Infos unter www.rauchfrei-programm.de.
Anmeldung bei braun@ift.de; Tel.: 089/36 08 04-91, Fax: 089/360804-98

Curriculum Tabakentwöhnung der Bundesärztekammer: Die Qualifikationsmaßnahme für Ärzte hat einen Umfang von 20 Stunden und kombiniert in einem „Blended Learning“-Format zwei Präsenzeinheiten (insgesamt 12 Stunden) mit online-gestütztem, tutoriell begleitetem Selbststudium (8 Stunden) sowie einem Aufbaumodul zur Qualifikation „Tabakentwöhnung mit strukturiertem Therapieprogramm“. Infos zum Curriculum und Terminen unter Tel.: 030/400 45 64 12 oder cme@baek.de