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Empfehlungen zur nachhaltig wirksamen Suchtprävention erschienen

23. März 2021 Allgemein

Empfehlungen für die Praxis suchtpräventiver Fach-/Leitungskräfte und Entscheidungsverantwortlicher

Im Jahr 2014 wurde das „Kölner Memorandum zur Evidenzbasierung in der Suchtprävention“ als Ergebnis einer vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Klausurwoche veröffentlicht. Daran anschließend folgten teils kontroverse Diskussionen über die Möglichkeiten und Grenzen einer evidenzbasierten suchtpräventiven Praxis in Deutschland.

Darauf reagierte ein Forschungsprojekt des Deutschen Instituts für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der Katholischen Hochschule (KatHO) NRW in Zusammenarbeit mit dem Institut für Interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung Hamburg (ISD), welches von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gefördert wurde. Der Zusammenschluss veröffentlichte 2020 Hilfestellungen zur Umsetzung einer nachhaltig wirksamen Suchtprävention zum einen für Entscheidungsverantwortliche und zudem für Praktiker*innen.

Das Kölner Memorandum von 2014 sollte damit auf der praxisorientierten Ebene ergänzen werden, damit die Etablierung einer evidenzbasierten Suchtprävention in Deutschland sowie die Qualitätssicherung derer sichergestellt werden kann. Die Handreichungen beinhalten Informationen zur Bedarfsanalyse, zur Übernahme wirksamer Projekte, der Maßnahmenentwicklung und allgemeine Empfehlungen für die evidenzbasierte Suchtprävention.

In der Erhebung wurden zahlreiche Fach- und Leitungskräfte aus der suchtpräventiven Praxis einbezogen, durch:

  • eine Onlinebefragung von 359 suchtpräventiven Fach-/Leitungskräfte (vollständige Datensätze) in Deutschland zu ihrer Bewertung von Evidenzbasierung im Allgemeinen und des Kölner Memorandum im Speziellen,
  • einer Vorstellung und Diskussion der Befragungsergebnisse im Bund-Länder-Kooperationskreis der BZgA sowie im Fachausschuss Suchtprävention der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS)
  • zwei ergänzende Fokusgruppen in Hamburg und Köln (16 Teilnehmer*innen) mit renommierten Fach- und Leitungskräften der Suchtprävention zur Vertiefung der Erkenntnisse und Gewinnung von Anregungen für die Empfehlung
  • einer qualitativen Erhebung durch 21 Telefoninterviews mit Fach- und Leitungskräften der Suchtprävention zur Bewertung und Optimierung der Empfehlungsentwürfe

Die Empfehlungen für sowohl Fach- und Leitungskräfte in der praktischen Arbeit der Suchtprävention als auch für Entscheidungsverantwortliche in Leitungspositionen von Trägern und politischen Verbänden können hier heruntergeladen werden: